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  Datenverlust

Datenverlust – der Supergau für viel Firmen

Im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung sind sehr viele Firmen nicht ausreichend gegen Datenverlust geschützt. Backups werden nur unregelmäßig oder falsch eingesetzt, Daten nicht an räumlich getrennten Orten gespeichert oder Sicherungskopien nicht ordnungsgemäß verwahrt.

Meist geht das auch lang gut - doch, wenn der statistisch sehr wahrscheinliche Datenverlust irgendwann ohne Vorwarnung auftritt stehen lange Ausfallzeiten und die damit verbundenen teilweise immensen Verluste auf der Tagesordnung.

Doch : das muss nicht sein ! Im Falle eines akuten mechanisch oder technisch bedingten Datenverlusts sollten Sie unbedingt die Ruhe bewahren und wie folgt verfahren um die professionelle Datenrettung nicht unnötig kompliziert (und somit teuer) zu gestalten :

1.) Separieren Sie den Datenträger umgehend vom Stromnetz. Dies ist bei PCs und Laptops mit dem Ziehen des Netzsteckers zu bewerkstelligen. RAID und Server-Systeme sollten durch das Rechenzentrum, eigene Techniker oder Fachleute vom Netz abgeklemmt werden.

2.) Lassen Sie die Festplatte von einem Fachmann ausbauen und schützen Sie diese mit einem antistatischen Beutel vor externer Einwirkung. RAID und Server-Systeme sollten unverändert separiert werden und durch große antistatische Beutel vor Umwelteinflüssen geschützt werden. Achten Sie insbesondere darauf die Festplatte bzw. das betroffene System keinen elektromagnetischen Feldern auszusetzen; eine Lagerung in der Nähe von (Elektro-)Magneten, Starkstromkabeln etc. (insbesondere bei Handwerksbetrieben und Fabriken) sollte daher auf jeden Fall vermieden werden.

3.) „Selbstversuche“ bezüglich der Wiederherstellung der Daten enden meist in einem Fiasko, deutlich schlechteren Wiederherstellungs-Quoten und massiven Aufpreisen aufgrund der erschwerten Möglichkeiten der Rettung. Kontaktieren Sie deshalb sofort eine professionelle Datenrettungs-Firma und lassen Sie sich – individuell auf Ihren Fall bezogen – über die weitere Lagerung des Datenträgers beraten.

4.) Lassen Sie sich im Vorfeld auch ausführlich hinsichtlich der weiteren Verfahrensweise beraten und wägen Sie ab ob es z.B. in Ihrem Falle wenig sinnvoll ist eine Analyse des Speichermediums durchzuführen (z.B. bei Zeitdruck) und lassen Sie sich Vorschläge unterbreiten auf welchem Wege die wiederhergestellten Daten zu Ihnen gelangen und was nach der Rettung mit den defekten Datenträgern passiert.

5.) Fordern Sie eine professionelle Analyse des Datenträgers an und lassen Sie den Datenträger bzw. das betroffene System nur von einer renommierten Spedition oder von der Firma selbst abholen. Datenträger mit sensiblen Daten sollten niemals aus der Hand gegeben werden und persönlich bei der Datenrettungs-Firma abgegeben werden.

6.) Studieren Sie die Diagnose des betroffenen Speichermediums und lassen Sie sich die Chancen einer Wiederherstellung sowie einen unverbindlichen Kostenvoranschlag schriftlich unterbreiten. Bei – auf den ersten Blick – relativ hohen Kostenvoranschlägen sollten Sie unbedingt in Betracht ziehen, dass ein Stillstand Ihres Unternehmens, Ihrer Produktion, Buchhaltung etc. deutlich höhere Kosten produzieren könnte und auch mittel- bzw. langfristig nicht im Vorfeld kalkulierbare Schäden am Unternehmen verursachen kann.

Sofern Sie keinen akuten Zeitdruck haben besteht zudem die Möglichkeit die Konditionen diverser Anbieter zu vergleichen; Sie sollten in diesem Falle aber auch Faktoren wie die Professionalität des Unternehmens, die Sicherheit Ihrer Daten bis, während und nach der Wiederherstellung sowie die wahrscheinliche Erfolgsquote abwägen.

7.) Die beauftragte Datenrettungs-Firma übergibt oder schickt Ihnen einen (oder mehrere) Datenträger mit den wiederhergestellten Daten.

8.) Überprüfen Sie die Daten nach Möglichkeit auf Fehler (z.B. fehlende Datensätze etc.) um Probleme bei der Wiederaufnahme des alltäglichen Betriebs zu vermeiden. Im Normalfall wurden Sie diesbezüglich aber durch die beauftragte Firma bereits informiert und z.B. auf nicht wiederherstellbare Bereiche hingewiesen.

9.) Nehmen Sie nun den PC, das Notebook, RAID-System oder Server wieder in Betrieb und überprüfen Sie, ob alles ordnungsgemäß funktioniert.

10.) Kontaktieren Sie ein Unternehmen oder einen Fachmann aus dem Bereich der Datensicherheit und/oder überarbeiten Sie den Datenfluss Ihres Unternehmens so, dass ein erneuter Datenverlust unwahrscheinlich wird. Ganz ausschließen kann man einen Datenverlust aber nie – daher sollten gerade bei größeren Unternehmen (falls nicht bereits längst geschehen) Notfall-Pläne erarbeitet und ggf. feste Verträge mit Datenrettungsfirmen geschlossen werden um die Ausfallzeiten bei einem erneuten Datenverlust so gering wie möglich zu halten.

 



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