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  Die Zecke - Eine unsichtbare Gefahr

Der Frühling hat lange auf sich warten lassen. Doch dafür belohnt er die Sonnenhungrigen mit gutem Wetter und angenehmen Temperaturen umso mehr. Für viele war das aber auch höchste Zeit, um angesichts der dauerhaften Schlechtwetterlage nicht vollkommen den Glauben an Besserung zu verlieren. Pünktlich zu Ostern klettern die Temperaturen auf Jahresbestleistung und überall rappelt man sich aus dem Winterschlaf hoch. Die Bäume tragen allmählich erste Blätter und vereinzelte Knospenbildungen sind auch schon in Sicht. Doch die Zeit in der die ersten warmen Sonnestrahlen durchdringen läutet auch die Saison des gemeinen Holzbocks ein. Die Zecken sind wieder aktiv und speziell Wanderer müssen auf sich Acht geben, wenn sie im Wald oder im hohen Gras unterwegs sind. Den Befall durch eine Zecke spürt man in der Regel nicht, was diese kleinen Biester umso gefährlicher macht.

Der Biss einer Zecke wird selten wahrgenommen. So ist das Tier auch nur wenige Millimeter groß. Meistens entdeckt man sie beim Duschen nach dem schweißtreibenden Gang durch den Wald. Das ist es auch, was uns Menschen für die Zecke so attraktiv macht. Der Geruch von Schweiß lockt den kleinen Übeltäter an. Er sitzt im Gras und heftet sich an das Bein eines vorbeigehenden Menschen. Die Zecke wittert den Schweißgeruch und begibt sich gerne in die Körperregionen, die besonders intensiv nach diesem „Lockstoff“ riechen. Nicht selten finden sich Zecken daher in Kniekehlen oder unter dem Arm wieder. Früher wurde oft angenommen, dass sich das spinnenähnliche Tier von Bäumen herunterfallen lässt und sich so seine Opfer aussucht. Dieses Horrorszenario von herunterfallenden, aggressiven Blutsaugern gehört in die Kategorie der Sagen und Märchen. Heute weiß man, dass sich die Zecke normalerweise im Gras oder bestenfalls in kleineren Sträuchern aufhält und sich quasi beim Durchstreifen der Wildnis aufsammeln lässt.

Die Tiere sind nämlich sehr bewegungsunfähig und kommen nur sehr schleppend in ihrem typischen Kriechgang fort. Schneller brauchen sie sich auch nicht bewegen zu können, da sie nur eine geeignete Stelle auf der Haut eines Wirts ausmachen und sich fortan dort festsaugen, bis sie sich voll gesogen irgendwann mit einer enorm gesteigerten Körpergröße einfach wieder fallen lassen. So ungefährlich dieser Vorgang klingen mag, für den Menschen kann er sich sogar lebensbedrohlich auswirken. Zecken sind oftmals mit einer Vielzahl an Krankheitserregern unterwegs. Sie selber sind dagegen immun. Doch beim typischen Zeckenbiss werden diese Erreger über den Speichel des Tieres in den menschlichen Organismus eingebracht und richten dort schwere Schäden an, wenn sie nicht rechtzeitig entdeckt werden. Süddeutschland und Österreich sind die Hauptausbreitungsgebiete von Borreliose und FSME. Doch die Verbreitung der Zecke hat in den letzten Jahren stark zugenommen.

Die Bedrohung strömt nun auch aus dem Norden herein, wo man sie am wenigsten vermuten sollte. Doch auf dem platten Land ist mit den hohen Gräsern ein guter Nährboden für die Tiere vorhanden. Die Ursachen für die Ausbreitung sind noch nicht vollständig geklärt. Allerdings sollten alles Wanderfreunde und Kinder sehr vorsichtig sein, wenn sie sich in der Natur und somit den Gebieten aufhalten, in denen die Zecke häufig vorkommt. Da helfen auch im Sommer oft nur lange Hosen und Wäsche, die bündig abschließt. Freie und dadurch unbedeckte Körperstellen laden geradezu ein, dass sich die Zecke dort hernieder lässt. Deshalb ist das Absuchen des gesamten Körpers nach einer Wanderung in bewaldetem Gebiet ratsam. Und auch die Impfung gegen die häufigsten, von Zecken übertragenen Krankheiten ist empfehlenswert, wenn man sich im bayrischen Wald oder ähnlich großen Wäldern aufhalten sollte.

 



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