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  Sweety und seine Freunde

Bei Jugendlichen sind sie der absolute Renner, den Erwachsenen gehen die unzähligen Klingeltöne und Logos eklatant auf die Nerven. Manch einer möchte da gar das Handy seines Sprösslings nehmen und mit lautem Gedudel aus dem Fenster werfen. Ähnlich dürfte es Lehrkräften gehen. Diese sind am meisten von der dauernden Piepserei betroffen und gegen die schiere Anzahl an sündigen Schülen meist machtlos. Kaum ist ein Handy mit lautem Gebimmel eingesammelt worden, werden in der hintersten Bank schon wieder die neuesten Bilder via Infrarot-Schnittstelle getauscht. Generell gilt im Unterricht konsequentes Handyverbot. Das betrifft das Klingeln, ebenso wie das Schreiben und Versenden von SMS, wie auch den allgemeinen Gebrauch des Handys während der Unterrichtszeiten.

An einigen Schulen wird sogar überlegt, die Störenfriede komplett lahm zu legen. Doch damit würde man sich einerseits wohl den Zorn sämtlicher Schüler zuziehen und andererseits wird damit auch empfindlich in die Privatsphäre der Kids eingegriffen. Das Handy sei nicht nur reines Statusobjekt, sondern gegenüber der erwachsenen Obrigkeit auch ein Stück Freiheit. Für den richtigen Umgang müssen die Jugendlichen und ihren Eltern dann selbst sorgen. Schulen wären mit so einer zusätzlichen Aufgabe hoffnungslos überfordert. Eltern sind dies in aller Regel auch und überlassen es ihren Zöglingen, wie verantwortungsbewusst sie mit diesem Medium umgehen. Dass das nicht immer funktioniert, beweisen zu hohe Handyrechnungen, die schon etliche Verbote zur Folge hatten.

Doch auch mit dieser Methode kann man nicht einflussreich genug gegen das Problem angehen. Die Verbreitung von Handys und deren Zusatzoptionen wurde von der entsprechenden Industrie gezielt gefördert. Man weiß ganz genau Bescheid um das Kaufvolumen deutscher Jugendlicher und nutzt dieses beinahe ohne Reue aus. Auf diversen Musiksendern sind die Werbungen für Klingeltöne und Logos Hauptbestandteil eines Reklameblocks. Volle Breitseite auf Augen und Ohren also. Kein Wunder, dass manche es gar als unvermeidlichen Zwang empfinden auch trotz Abneigung bei einer der vielen Nummern anzurufen und sich ins Reich der unendlichen Kostenspirale zu begeben. Die Eltern schreien an dieser Stelle auf, weil sie es im Normalfall sind, die die unglaublichen Rechnungen zahlen müssen.

Kaum versehen und schon hat man mit nur einem Gratis-Klingelton gleich ein komplettes Abo am Hals. Das war dann wohl klein gedruckt. Und wer achtet schon auf die Details, wenn es nur um den kurzweiligen Spaß eines Klingeltons geht? Allerdings ist man seitens der Verbraucherschützer endlich wach geworden und fordert seitens der Betreiber mehr Verantwortung gegenüber ihren zumeist minderjährigen Kunden. Die Telekom bietet als erster ein Angebot an, bei dem Eltern ihren Kindern ein variables Limit setzen können. Auch von der Bundesregierung wird gegengesteuert. Die Abzocke soll gestoppt und der Betrug am Kunden vermieden werden. Klares Zeichen sind vorerst Verbote gegen Betreiber mit unverschämten Vertragsbindungen, die zudem unleserlich oder gar nicht erwähnt werden. In der Werbung macht sich diese Offensive schon in überdimensional groß geschriebenen Beträgen bemerkbar. Ein Achtungserfolg, dem noch weitere Maßnahmen folgen werden.

 



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