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  Barfuss der Kinofilm mit Till Schweiger

Barfuss heißt der neue Kinofilm von und mit Til Schweiger. Außer dem allgegenwärtigen Till sieht der Zuschauer noch Steffen Wink, Nadja Tiller und Michael Mendl auf der Leinwand agieren. Schweiger hat sich hingegen in die beste Ausgangslage gebracht. Neben der einnehmenden Hauptrolle führte er noch Regie, ist der Produzent des schwierigen Werkes und beteiligte sich zudem an dem Drehbuch. Seit langem ist bekannt, dass sich Till nicht gerne mit einem kleinen Part begnügt, aber dies reicht bald an Größenwahn heran. Vielleicht geht es bei der Sache zum einen um Geld, dass Schweiger am liebsten ausschließlich für sich verbuchen möchte. Allerdings wird ihm andererseits auch sein immenses Ego zu dieser Arbeit geraten haben. Nicht umsonst sagt er, dass dieser Film ein absolutes Traumprojekt für ihn darstelle.

Die Herausforderung der vielen Tätigkeiten ist sicherlich nur eines großen Menschen würdig. Aber ob Till bereits so weit ist, um sich in sämtlichen Bereichen des Filmgeschäfts auszukennen, bleibt anzuzweifeln. Immerhin versucht er sich an einer Aufgabe, der sich entweder nur Menschen mit sehr geringem Budget widmen oder Filmbesessene, die das ganz Außergewöhnliche vollbringen wollen. Letzteres dürfte bei diesem Projekt auf jeden Fall gewollt sein. Es steht außer Frage, dass Till Schweiger seit seiner relativ bescheidenen und nicht sehr anspruchsvollen Rolle in dem Proleten-Streifen „Manta Manta“ als Schauspieler durchaus gewachsen ist und für mehrere Rollen qualifiziert ist.

Einen großen, deutschen Schauspieler wollen ihn indes nur wenige nennen. Die Ausstrahlung ist zwar nach wie vor vorhanden, doch um ein Schauspieler von Weltformat werden zu können, darf man schon etwas mehr bieten und sollte vor allen Dingen einen hohen Teil Erfahrung mit in seine Rollen nehmen. Diese kommt allerdings erst im Alter. Demnach greift Schweiger wohl etwas zu früh nach den noch unerreichbar fern scheinenden Sternen am Himmel der unvergessenen Stars. Wahrscheinlich hätte es dem neuen Film wesentlich besser getan, wenn Regie, Hauptrolle, Drehbuch und Produktion in mehrere Hände gelegt worden wären. Denn an sein vorläufiges Meisterwerk „Knockin’ On Heaven’s Door“ wird der Titel „Barfuss“ nicht heranreichen.

Thematisch anspruchsvoll geht es in dieser tragisch romantischen Komödie zu Werke. Eine Außenseiterstory entstand, in der Nick Keller (Schweiger), ein offensichtlicher Versager, sich unfreiwillig mit einer psychisch Kranken auseinandersetzen muss. Er rettet sie zufällig, woraufhin sie ihm nicht mehr von der Seite weicht. Eine etwas umständliche Beziehung bahnt sich zwischen den beiden an. Man merkt der Geschichte an, dass sie mehrfach umgeschrieben wurde und manchmal etwas zu sehr ins unnötige Detail geht. Leider fällt ein solcher Film in die Kategorie „typisch deutscher Problemfilm“. Ein bisschen weniger Tiefgang täte einem solchen Film besser und ließe wohl auch Till Schweiger in einem guten Licht erscheinen. So darf der „Eisbär“ wohl noch ein wenig auf die richtig große Anerkennung eines Top-Schauspielers warten. Aber der Mann ist noch jung und mit der nötigen Erfahrung und wenn er in Zukunft mehr Energie in seine Rolle legt, sollte sich das von ganz alleine einstellen

 



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